|
Die Südspitze Englands, aufgrund ihres Klimas auch als Englands „Riviera“ bezeichnet, ist am besten von Plymouth aus zu erreichen. Seit 1859 führt von hier eine Brücke über das bis dahin isolierte Gebiet im äußersten Südwesten. Die abwechslungsreiche Landschaft mit ihren Stränden, Seebädern, Klippen, kleinen Fischerdörfern und Heideflächen hat zahlreiche Künstler inspiriert, u.a. den Maler Oskar Kokoschka und die Schriftstellerin Daphne du Maurier. Heute sind der Tourismus, der Gemüseanbau und die Kaolingewinnung zur Porzellanherstellung die wichtigsten Wirtschaftszweige. Exeter: Unter normannischer Herrschaft wurde die Kathedrale von Exeter gegründet, die alle englischen Stile des Mittelalters enthält: Die Türme sind romanisch, das Kapitelhaus im Early English, der Hauptbau im Decorated und die Fassade im Perpendicularstyle erbaut. Im Innern befindet sich das längste Fächergewölbe Europas, das von Marmorpfeilern gestützt wird. Dartmoor: Nordöstlich von Plymouth liegt das zum Nationalpark erklärte, 1073 km2 große Dartmoor. Das ausgedehnte Moorgebiet ist von zahlreichen Flüssen durchzogen, die reich an Forellen sind. |
 |

Cornwall
|
|
|
Geografie und Klima: Großbritannien ist erst seit der letzten Eiszeit (vor etwa 10000 Jahren) eine Insel, als sich flache Landteile im Süden absenkten und vom Meer überspült wurden. Norden und Westen der Hauptinsel sowie Nordirland sind von Gebirgen durchzogen. Die mittleren und südöstlichen Gebiete Großbritanniens sind hügelig bzw. flach. Das ozeanische Klima wird vom Golfstrom beeinflusst und ist im allgemeinen durch milde Winter und kühle Sommer gekennzeichnet.
Geschichte: England bzw. (seit 1707) Großbritannien entwickelte sich vom 16. bis 19 Jh. zur führenden See- und Kolonialmacht der Welt. Die alle Lebensbereiche verändernde industrielle Revolution setzte zuerst in Großbritannien ein und sicherte dem Land auch die wirtschaftliche Führungsposition. Durch den Aufstieg anderer Großmächte, die Beteiligung an den beiden Weltkriegen sowie den Verlust der Kolonien verlor Großbritannien im 20. Jh. seine internationale Vormachtstellung.
Politik: Großbritannien ist eine Erbmonarchie mit parlamentarischer Ordnung, aber ohne systematisch aufgezeichnete Verfassung. Der Monarch (seit 1952 Königin Elisabeth II.) übt fast nur noch repräsentative Funktionen aus. Das Parlament besteht aus dem Oberhaus und dem (maßgeblichen) Unterhaus, dessen Abgeordnete vom Volk gewählt werden (Mehrheitswahlrecht).
Bevölkerung: Die Engländer stellen 80% der britischen Bevölkerung, gefolgt von den „keltischen“ Schotten, Walisern und Nordiren; außerdem leben in Großbritannien Angehörige verschiedener ethischer Gruppen, darunter viele Immigranten aus Commonwealth-Staaten. Die Heterogenität der Gesellschaft führt gelegentlich zu offenen Konflikten.
Natur und Umwelt: Das frühere Waldland Großbritannien ist infolge Rodungen nur noch zu weniger als 10% von Wald- oder Buschland bedeckt. In den Berggebieten dehnen sich Torf- und Heidekrautmoore aus. Die Tierwelt ist relativ artenarm. Es dominieren Jagdwild, Kleinsäuger und mehrere Vogelarten.
Reisen und Erholen: Großbritannien und Nordirland bieten eine große Vielfalt an touristischen Attraktionen. Das Spektrum reicht von eindrucksvollen Naturlandschaften bis zu geschichtsträchtigen kulturellen Sehenswürdigkeiten. Die günstigste Reisezeit liegt im Hochsommer zwischen Juni und September; für den Besuch von kulturellen Sehenswürdigkeiten und für London sind aber auch die übrigen Jahreszeiten geeignet. |
 |

Grossbritanien
|
|